Abschied aus Japan

Am 12.12. mache ich mich auf zum Fuji. Mit dem Zug fahre ich nach Hakone-Yumoto und sehe schon aus der Ferne aus dem Zug bei wolkenfreiem Himmel den schneebedeckten Gipfel des Fuji. Voller Vorfreude steige ich in den Bergzug nach Kowakidani. Von dort geht es mit dem Bus nach Hakone-Machi. Seit 1/2 Stunde wird der Himmel jedoch zunehmend bedeckter. Bangend, ob ich den Berg überhaupt noch sehen kann, wandere ich zur Seilbahnstation des Bergs Hakone. Am Parkplatz erwische ich gerade noch einen wolkenfreien Fuji und nutze die Gelegenheit zu einem Foto. Ich beeile mich auf den Berg zu kommen. Doch oben angekommen, treibt ein eisiger Wind aus Richtung Meer die Wolken über den Bergkamm. Die Szenerie ist schön anzuschauen, doch leider sieht man den Fuji nicht mehr, wegen dem ich diese Reise ja mache. Ich warte mehrere Seilbahnen ab, doch die Wolken werden nicht weniger. Daher mache ich mich letztlich wieder auf den Rückweg über dieselbe Strecke. Nach einer Einkehr im Cafe gehe ich am Abend noch in das von Tessa empfohlene Onsen Hakone Yuryo. Die Empfehlung ist angebracht, dort kann man wirklich entspannen.

Die restlichen Tage bis zu meinem Abflug am 16.12. verbringe ich in Tokio. Ich besichtige nochmal diverse Viertel, treibe mich mit Shopping herum, hänge in Cafes ab und lasse es mir in Restaurants schmecken. Auch gehe ich nochmal in ein Onsen. Zudem möchte ich eine Karrikatur meiner selbst erstellen lassen. Leider kann ich mich nicht darauf erkennen. Schade drum.

Hervorzuheben ist noch das Viertel Roppongi mit seiner modernen Architektur und seinem Fokus auf Design. Auch gehe ich im Viertel Akihabara in das Cafe AKB48. Der Name kommt von einer Girlgroup mit über 60 wechselnden Mädchen im Schulalter, welche sich in verschiedenen Schuluniformen auf der Bühne und in ihren Musikvideos präsentieren. Pro Essen und Getränk darf man einen Bierdeckel von einem Stapel ziehen, den die Kellnerin mitbringt. Auf diesen Bierdeckeln sind Fotos der Bandmitglieder zu sehen. Sie sind als Sammelbilder gedacht. Beim Gehen verschenke ich die Bierdeckel an jeweils einen (jungen) Gast, welche beide kaum glauben können, dass ich etwas so Wertvolles verschenke. Im Cafe darf man zwar Photos machen, aber nicht von Monitoren und auch nicht von Gästen. Daher lasse ich es gleich bleiben, weil alles ist voll von Monitoren und Gästen. Da die lezten zwei Tage photofreie Tage werden, die ersten seit meiner Abreise, und ich nur mein iPad dabei habe, ist es mir auch nicht so wichtig.

4 Gedanken zu „Abschied aus Japan

  1. Lieber Dominik,
    mit großer Begeisterung lese ich Deine Reiseberichte und bin schon ganz gespannt wie es weitergeht …
    Wir sind seit dem 1.12. wieder zuhause und denken häufig und gerne an unseren Japanurlaub und immer wieder fällt uns die unglaubliche Begegnung mit Dir in Hiroshima ein – war schon toll.
    Liebe Grüße von Angelika und Karl Heinz.

  2. Lieber Dominik,
    Joyeux Noël et bon anniversaire von der Familie Guionnet! Du bist jetzt in Neuseeland und ich weiss nicht, ob Du diesen mail lesen kannst, scheint nicht so einfahr zu sein.
    Meine Eltern haben Deine Fotos geschaut, sie mögen diese Reise Fotos, wo man auch das Menschenleben sieht.
    Mach’s gut weiter!
    Liebe Grüsse von Frankreich,
    Christine

  3. Hallo Dominik, alles Gute Dir noch zum neuen Jahr! Mit Freude verfolgen wir Deinen Blog und sind gespannt auf die nächsten Beiträge!! Liebe Grüße von Deinen Nachbarn, Jan und Wiebke

    • Hallo Ihr Beiden,
      auch Euch noch ein Gutes Neues Jahr. Bin schon seit dem 17. Dezember in Neuseeland. Das Bloggen von hier ist nicht ganz so einfach, da ich nicht so oft ein Netz habe und bedingt durch das Campen auch keine so tolle Stromversorgung. Vermutlich wird es aus Neuseeland daher erst mal keine neuen Beiträge geben. Es freut mich aber, dass Euch die Berichte über Japan gefallen!
      Viele Grüße aus Gisborne,
      Dominik

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