Keramik

Im Herbst 2017 habe ich das Töpfern angefangen. Mein erster Kurs war in der Plattentechnik, die relativ einfach zu erlernen ist. Danach habe ich mich auch einmal ein Wochenende lang an der Drehscheibe versucht. Das ist wesentlich schwieriger zu erlernen und berufliche Keramikmeister haben mir gesagt, dass man selbst im Lehrberuf teilweise ein 3/4 Jahr braucht, um den Ton am Anfang korrekt auf der Scheibe zu zentrieren. Das war mir zu lang. Die Werke aus diesem Kurs kann ich auch nicht als Erfolg bezeichnen. Daher arbeite ich seither mit der Plattentechnik und professioneller Anleitung einer erfahrenen Keramikmeisterin. Im folgenden möchte ich einige Projekte vorstellen.

Stehle „Farbenfreude“

Diese ca. 1,60 m große Stehle ist fast meine erste Arbeit. Als Vorbild diente eine Stehle meiner Lehrerin. Eine solche Stehle braucht seine Zeit. Die Einzelteile müssen fertig gestellt werden, ohne dass man das Ganze sieht. Erst bei der Montage über eine Baustahlstange sieht man die Proportionen genau. Eine Skizze mit ungefähren Größenangaben hat aber die „Orientierung“ ermöglicht. Am Schluss waren die Einzelteile fertig, doch obwohl mich meine Lehrerin mehrfach darauf aufmerksam gemacht hat, die Löcher groß genug zu machen, waren sie bei den obersten zwei Teilen und einer Trennscheibe dann doch zu klein. Dumm nur, dass da alles schon fertig gebrannt war. So habe ich 3 Diamantbohrer verschlissen, ohne dass die Löcher wirklich größer wurden. Daher habe ich dann einfach die Baustahlstange, welche als Stütze dient, mit der Flex angeschliffen. Die Scheibe musste ich neu anfertigen. Man sieht auf einem Photo, dass die Scheibe, auf welcher der blaue Kubus ruht, am Anfang durch ein Holzbrettchen ersetzt war.

Schale „Sempervivum“

Hier kann ich leider nur die Scherben zeigen. Zum Tathergang: Das Ziel war, auf zwei Mauertürme (siehe Photos) Schalen für Sempervivum zu setzen. Die Rohfassung war gerade noch klein genug, um in den Brennofen zu passen. Der 1. Brand (Schrühbrand) war noch in Ordnung. Nach Aufbringen der Glasur bekamen jedoch beide Schalen beim 2. Brand mit wesentlich höheren Temperaturen Spannungsrisse. Eine Schale kam gleich zerbrochen aus dem Ofen, die andere ging dann beim Tragen kaputt. Die Einzelteile liegen seither im Keller. Vielleicht kommt mir irgendwann noch eine Idee, was ich damit machen könnte. Mit ca. 9 kg sind sie ziemlich schwer.

Vogelhaus „Elfenhaus“

Das „Gebäude“ selbst ist fertig, aber das „Gesamtwerk“ braucht noch mehr Zeit. Vermutlich wird es erst im Mai/Juni 2019 Richtfest geben. Hier schon mal ein paar Eindrücke.

Vogelhaus „Salamander“

Ein etwas „verunfalltes“ Vogelhaus, sowohl von der Form und auch Farbe her. Die Bauweise ist dieselbe wie das Vogelhaus „Elfenhaus“: ein 1-Zoll Wasserrohr mit einer Metallplattform bildet die Stütze. Das Rohr wird von Keramikröhren verkleidet. Das Rohr ist 70 cm tief im Boden eingebracht und ragt 130 cm nach oben heraus.

Blumen

Eher einzeln als Nebenprodukt in verschiedenen Töpferkursen angefertigt, wirken sie in der Gruppe im Garten wie ein Schmuckstück.

 

4 Gedanken zu „Keramik

  1. Äääääh … ja … schließe mich Bernadette an. Aber mal ganz ehrlich … wenn die eine Stehle bekommt, obwohl der Garten noch gar nicht fertig ist, dann kannst Du ja die Vorversion bei uns anliefern :-).

    Im Ernst – schöne Arbeiten, wobei mir die Schale „Sempervivum“ am Besten gefällt, auch wenn sie erst mal ein Fehlschlag war.

    • Keine Sorge. Soweit ich weiß, hat Bernadette doch gar keinen Garten. Da könnte man eine Stehle ja nicht mal im Boden verankern 🙂

      Die Schale werden ich vermutlich kein zweites Mal angehen. Vermutlich tendieren Objekte dieser Größe zu Spannungsrissen. Bin aber gerade an was Schönem dran.

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