கழுகு இறங்கியது

Dieses Mal in Indien, und zwar in Kolkata, der „City of Joy“. Ich war bereits über die letzten beiden Jahreswechsel hier, so dass mir die Örtlichkeiten vertraut sind. Bei meinen ersten beiden Besuchen war ich jeweils knapp über zwei Wochen hier, um in den Heimen der Missionarinnen der Nächstenliebe („Mutter Theresa“ – Orden) als Ehrenamtlicher mitzuhelfen. Hierher kommen v.a. Jugendliche aus aller Welt. Wenn der Orden auch schon mit Negativschlagzeilen in den Medien war, so kann ich aus eigener Anschauung vor Ort sagen, dass die Mitarbeit (nicht nur für mich) in den Heimen einen bleibenden inneren Eindruck hinterlassen hat.

Der Grund für diese Reise ist jedoch ein anderer. Während meiner ehrenamtlichen Tätigkeit habe ich dort neben Freundschaften auch meine Liebe gefunden. Ursprünglich war geplant, dass sie für 3 Monate nach Deutschland kommt. Leider wurde das Visum abgelehnt. Daher bin ich jetzt hierher gekommen, so dass wir geplante 2 Monate lang zusammen sein können. Ehrenamtliche Pläne habe ich dieses Mal keine.

Die Anreise verläuft sehr gut. Im Flugzeug sitzt ein Inder neben mir, mit dem ich schnell ins Gespräch komme. Er hat 20 Monate in Berlin gearbeitet und ist mehr als traurig, nach Indien zurück zu müssen. Er schwärmt von Berlin und wie glücklich er dort war. Er würde gerne nach Deutschland auswandern, aber das Projekt war zu Ende und zudem weigert sich seine Frau strikt, Indien zu verlassen. Auch hat er einen 8-jährigen Sohn. Ich mache ihm Mut, er könne es doch wieder so machen und für 1-2 Jahre im Ausland arbeiten. Besser als nichts. Als der Flieger später in Kolkata landet, möchte er nicht mal aussteigen. Ich mache ihm erneut Mut und erinnere ihn daran, dass er Deutschland nach ein paar Tagen in Indien bereits vergessen hat.

Eine weitere Passagierin hinter mir steigt in das Gespräch ein, als sie hört, dass meine Freundin am Goethe-Institut einen Deutschkurs belegt hat. Es stellt sich heraus, dass sie die dortige Programm-Managerin ist. So unterhalten wir uns jetzt schon zu dritt. Zwei Tage später begegnet sie mir und meiner Freundin im Café des Goethe-Instituts tatsächlich und kommt an unseren Tisch, als ich gerade eine deutsche Currywurst esse. Übrigens war die Currywurst die beste Currywurst meines Lebens (man vergleiche alleine das Bild zu der japanisch-deutschen Currywurst). Die (indische) Wurst alleine schon war sehr gut. Mit der Soße und einem echten Curry war sie umwerfend gut. Und dafür insgesamt zu klein.

Nachdem ich am Flughafen Kolkata bis um ca. 6 Uhr mehr oder weniger schlafe, kommt mir die Stadt bei der Fahrt zum Hotel so chaotisch wie eh und je vor. Gab es im Jahr 1950 noch knapp über 4 Millionen Einwohner, sind es heute mit den Vororten ca. 15 Millionen. Das ist ein enormes Wachstum. Die Bevölkerungsdichte liegt bei ca. 25.000 (!) Einwohnern je km2. Zum Vergleich: in Köln leben weniger als 3.000 Einwohner je km2.

Noch im Juni gab es Temperaturen bis 40 Grad. Der Monsun hat jedoch begonnen und dadurch ist die Luft kühler und zudem wesentlich sauberer als über Weihnachten, wo es praktisch überhaupt nicht regnet und es zumindest während meiner Aufenthalte auch kaum Wind hatte. Dennoch ist es heiß und zudem feucht, was den Körper in eine schlüpfrige Masse verwandelt. Die Inder nehmen es natürlich gelassener. Ich habe dafür schon mal herausgefunden, wo es klimatisierte Cafés etc. gibt, in denen man sich ganz gut aufhalten kann. Zum Glück ist auch mein Hotelzimmer klimatisiert. Und abgesehen vom Monsun kann man einen Regenschirm hier auch anderweitig verwenden. Die Inder machen das auch so.

Folgend ein paar Bilder. Die Bilder vom Markt stammen noch vom Januar diesen Jahres. Alle weiteren bisherigen Details meiner Reise sind sehr privater Natur. Einer Veröffentlichung kann ich nicht nachkommen 🙂

 

2 Gedanken zu „கழுகு இறங்கியது

  1. Hallo Dominik,
    gleich nach dem Aufstehen las ich die Ankündigung von deinem Blog und öffnete schnell den PC.
    Vielen Dank, dass du uns wieder teilhaben lässt an der Reise und den Erlebnissen.
    Ganz neugierig war ich natürlich auf ein kleines Guckloch in den wie du sagst „Privaten Bereich“,
    aber wie sagt die Kollegin von Bernadette: Mann muss für alles dankbar sein.“
    So bin ich dankbar über deine gute Ankunft, dass es dir gut geht und grüße dich und Donima herzlich
    deine Mama

  2. Hallo Bruderherz,
    diese Bloggeschichte ist einfach sensationell. Es ist wie es Mama sagt eine toll eMöglichkeit mit dabei zu sein. Mir wäre es wahrscheinlich viel zu heiß. Ich hoffe und wünsche mir, dass Ihr schöne und ausgefüllte Tage miteinander habt. Wir sind schon ganz gespannt auf neue Bilder und Geschichten!
    Passt Gut aufeinander auf!
    Viele liebe Grüße vom stark verregneten Bodensee,
    Daniel & Familie

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